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		<title>Libertaeres Netzwerk: News</title>
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		<description>News aus Dresden, der Umgebung und der Welt aus libertaerer Perspektive</description>
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			<title>Libertaeres Netzwerk: News</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 12 Dec 2014 18:23:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Konsequenzen</title>
			<link>https://libertaeres-netzwerk.org/news-und-termine/news-detail/datum/2014/12/12/konsequenzen/</link>
			<description>Quelle Artikel: http://kleinerdrei.org/2014/12/konsequenzen/
 
Anna lebt schon ihr ganzes nun 25...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Quelle Artikel: <link http://kleinerdrei.org/2014/12/konsequenzen/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://kleinerdrei.org/2014/12/konsequenzen/</link>
 
<p style="text-align: center; "><i>Anna lebt schon ihr ganzes nun 25 Jahre andauerndes Leben in Nürnberg und<br /> studiert in Erlangen klassische Philologie (Altgriechisch und Latein)  auf Master, womit sie fast fertig ist. Mit ihrer Mutter macht sie  Bauchtanz, mit ihrem Vater geht sie Tauchen. Ihre größte Angst ist es,  von einem Krankenwagen überfahren zu werden und Eichhörnchen sind ihr  unsympatisch. </i></p>
 
<p style="text-align: center; "> </p>
<p style="color: transparent; text-align: center; width: 10%; margin: 2em auto; ">—</p>
 
Sexistische Beleidigungen wie „Zicke“ oder „Kratzbürste“ sind schwer  zu ignorieren. Noch schwieriger wird es aber, wenn zur Beleidigung noch  kommt, den Job zu verlieren. So ging es mir.
 
Neben dem Studium jobbte ich an den Wochenenden in der Gastronomie.  Um genau zu sein, in der gehobenen Gastronomie. Das hatte zwar Vorteile  wie eine etwas bessere Bezahlung, anständigere Gäste gehörten aber nicht  unbedingt dazu. Folgende Situation trug sich dort zu:
 
Meine Chefin, ich und eine ihrer alten Schulfreundinnen, deren  Tochter auch im Restaurant arbeitete, saßen gerade bei unserer Pause.  Wir wollten uns ein bisschen ausruhen, bevor das Abendgeschäft anfangen  sollte. Da kam Fritz (Name von der Verf. geändert, Anm. der Red.). Fritz  war nicht nur ein Stammgast mit einem eigenen –günstigeren –  Getränkepreis, sondern auch ein langjähriger Freund der Familie der  Chefin.
 
Meine Chefin fing schließlich an, von Lisa (Name von der Verf.  geändert, Anm. d. Red.), der 20-jährigen Kollegin im Service zu  erzählen: ein anderer Stammgast, der mit etwas über 60 schon der Rente  entgegenblickt, habe ihr eine größere Summe Geld und die Übernahme ihrer  monatlichen Mietzahlungen angeboten, wenn sie eine Nacht mit ihm  verbrächte. Das Angebot unterbreitete er ihr in der Öffentlichkeit des  gut besuchten Gastraumes.
 
<p style="text-align: center; margin: 6ex 0 3ex 0; ">Männer ohne Respekt und eine Chefin ohne Mut</p>
 
Ich hätte erwartet und mir gewünscht, dass sich meine Chefin nun  wahnsinnig über diesen Kerl aufregen würde, denn was das Anmachen von  Bedienungen, besonders meiner Kollegin, betraf, war er kein  unbeschriebenes Blatt. Lisa hatte schon einmal seine Handynummer auf  einen Zettel in ihrem Rechnungsmäppchen gefunden, wurde mit Küsschen  oder – auch das war schon passiert – mit einem festen Griff von hinten  an die Brüste begrüßt.
 
Ich hatte hingegen „Glück“: Nachdem ich den Typen einmal darauf  hingewiesen hatte, dass ich nicht von ihm angefasst werden möchte, blieb  es bei mir nur bei dummen Sprüchen wie „Hallo Anna! Kann man dich immer  noch von vorne wie von hinten….lesen?“
 
Weder Lisa noch ich hatten bei diesem Typ eine Chance, Grenzen  klarzumachen, ohne uns beschimpfen lassen zu müssen. Mir wurde damals  klar, dass freundlich bleiben und lächeln leider immer noch die Devise  ist, nach der junge Frauen erzogen werden. Diese Lektion haben wir  verinnerlicht, auch wenn sie uns schadet.
 
Ich hatte die Chefin schon häufiger gebeten, den besagten Gast  aufzufordern seine Anmachen zu unterlassen. Ihr Antwort darauf war aber  immer nur: „Kann ich nicht, ich brauch’ meine Gäste. Auch den. Wenn ich  ihm das verbiete, kommt der nicht mehr. Und Gerede gibt es dann auch.“  Dass andere Gäste sich schon über diesen Mann beschwert hatten,  interessierte sie nicht.
 
So war es auch an diesem Nachmittag: Nicht auf den unverschämten  Grabscher-Gast schimpfte sie, sondern auf meine Kollegin: Lisa würde  noch den Ruf ihres Restaurant ruinieren. „Das kann sie doch nicht  machen! Ich habe hier doch kein Bordell!“
 
Aber was hatte Lisa denn angeblich gemacht? Die Anmachen waren doch  gar nicht von ihr ausgegangen. Doch es kam noch absurder: Stammgast  Fritz nahm die Schilderung meiner Chefin zum Anlass vorzuschlagen, dass  Lisa doch als Prostituierte arbeiten solle. Darin sei sie bestimmt gut  und eine Menge Geld gäbe es auch.
 
Wie ich nach Jahren der Bekanntschaft mit Fritz sicher sagen kann,  ist Fritz zu schlicht, als dass diese Aussage Ironie hätte sein können.  Er vertrat weiter die Überzeugung, dass Lisa als Prostituierte arbeiten  solle und dass dies nicht verwerflich sei. Dabei war das Bizarre ja  nicht die Diskussion über das Pro und Contra von Prostitution, sondern  der Fakt, dass Fritz es total angemessen fand, einer Frau zu sagen, sie  solle ihren Körper verkaufen.
 
Was auch immer man über Prostitution denken mag, es ist meiner  Meinung nach nicht in Ordnung, wenn eine Kollegin, dafür, dass sie  angebaggert wird, von Wildfremden eine solche Reaktion kassiert. Das  sagte ich auch Fritz, worauf er begann, mit mir zu diskutieren. Im  Rückblick hätte mir klar sein sollen, dass es vergebene Mühe war. Denn  mit sachlichen Argumente kommt man niemandem bei, der so etwas sagt wie:  „Ach, der Lisa gefällt es doch, wenn man sie anfasst. Das macht ihr  Spaß“ oder „Nutte sein ist für Frauen doch nicht schwer! Da muss man nur  das Loch hinhalten!“ und „Wer eine ein enges Top anhat, oder ein kurzes  Röckchen, will doch angefasst werden.“
 
Solange es Menschen gibt, die so denken, muss sich niemand wundern,  dass Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, sich deswegen  schämen oder gar die Schuld bei sich suchen. Daran dachte ich, als Fritz  seine üblen Aussagen über Lisa machte und das machte mich sauer.
 
<p style="text-align: center; margin: 6ex 0 3ex 0; ">Ich wehrte mich und ich wurde dafür bestraft</p>
 
Rasend vor Wut angesichts seiner Ignoranz drohte ich ihm also mit  Konsequenzen: Wenn er ernsthaft sage, dass eine Frau durch ihre Kleidung  sexuelle Belästigungen, oder sogar eine Vergewaltigung provoziere, dann  provoziere er durch seine Worte, dass der Rest meiner Apfelschorle in  seinem Gesicht landet.<br /> Seine Reaktion: „Seid doch froh, dass es die Nutten gibt, dann können  die Männer dahin gehen und vergewaltigen nicht mehr so viel.“ und „In  Sachen Liebe bist du ja eh eiskalt. Sowas von prüde bist du.“ Meine  Antwort: Ich schüttete ihm meine Apfelschorle mitten ins Gesicht.  Daraufhin verließ er laut schimpfend das Lokal, allerdings nicht ohne zu  schwören, sich dort nie wieder blicken zu lassen.
 
Als er aus der Tür war, blieb meine Chefin zunächst stumm. Immerhin  gab sie mir zu verstehen, dass sie meinen Standpunkt verstehe. Aber dann  wurde mir von ihr und ihrer Freundin untersagt, jemals wieder darüber  zu sprechen. Sie hatte Angst, dass das Gerede gäbe. Was die dritte Frau  am Tisch über diese Szene dachte, weiss ich bis heute nicht.<br /> Ich kann nur hoffen, dass es ihr eine Lektion war, was das Arbeitsumfeld für ihre gerade mal 18jährige Tochter betrifft.
 
Das Abendgeschäft ging vorbei, ohne dass wir über den Vorfall  sprachen. Bevor ich nach Hause fuhr, verabredeten meine Chefin und ich  noch, dass ich in der folgenden Woche eine ganze Tagesschicht, also den  Service am Mittag und am Abend, übernehmen sollte. Das entsprach ganz  meinem Wunsch, denn so konnte ich die Arbeit auf einen Tag vom  Wochenende legen. So konnte ich den Rest der Zeit mit meinem Freund  verbringen, den ich nur an den Wochenenden sehen kann, weil wir in  verschiedenen Städten studieren. Finanziell hätte dieses Arrangement  auch meine Benzinkosten zur Arbeit getragen.
 
Man kann wohl sagen, dass ich mit dem Schütten der Apfelschorle meine  angekündigten Konsequenzen ernsthafter durchgezogen hatte als Fritz,  denn schon einige Tage später brach er sein Versprechen, nie wieder in  das Restaurant zu kommen. Meine Chefin nahm das zum Anlass, mir am  Vorabend des ausgemachten Arbeitstags eine halbe Schicht am Telefon  abzusagen. Ihre Begründung: Wenn Fritz am Abend mit Ware, die sie im  Restaurant verkaufen wollte, käme, wäre es besser, wenn ich nicht da  wäre. Lisa würde die Schicht übernehmen.
 
Für mich war die Botschaft klar: Ich sollte bestraft werden. Aber  warum eigentlich? So, wie es sich abgespielt hatte, war es doch eine  Sache zwischen ihm und mir gewesen; warum machte sie das zu ihrem  Problem? Fürchtete sie um ihre Ware? Wenn Fritz tatsächlich ein so guter  Freund gewesen wäre, wie sie immer behauptet hatte, hätten beide doch  zwischen dem Konflikt und der Freundschaft unterscheiden können.
 
<p style="text-align: center; margin: 6ex 0 3ex 0; ">Angestellte sind Freiwild für Gäste</p>
 
<p class="align-justify">Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich mich Fritz gegenüber  professionell verhalten – solange ich gewusst hätte, dass meine Chefin  mir den Rücken stärken würde. Ich suchte noch einmal das Gespräch mit  ihr. Sie gab vor, mich zu verstehen, aber ich solle doch über das was  Fritz gesagt habe, hinwegsehen und mich entschuldigen für meinen  Wutausbruch. „Ist doch nur dummes Gerede!“, sagte sie. Ich erklärte ihr,  dass ich mich aber durch seine Aussagen beleidigt und erniedrigt  gefühlt hatte. Dass er ja nicht nur mich beleidigt hätte, sondern auch  meine Kollegin und im Grunde auch sie. Entschuldigen würde ich mich  dafür nicht, denn Leid täte es mir nicht und ich hatte es auch genauso  gemeint, wie ich es gesagt hatte. Wie oft hatte er auch sie schon  gekränkt und gesagt: „Dich will doch keiner mehr anfassen!“</p>
 
<p class="align-justify">Das bringt mich auf einen weiteren Punkt, der mir bis heute nicht  einleuchten will: Versuchte ich etwas gegen die Belästigung einer jungen  Kollegin zu unternehmen, war das aus meiner Sicht eine  Verteidigungsmaßnahme. Aus anderer Leute Sicht, z.B. eines Fritz’ oder  meiner Chefin, war es Eifersucht. Klar, ich bin eifersüchtig, dass ein  widerlicher Mann nicht mich öffentlich gegen meinen Willen anfässt und  anbaggert, wo das doch so ein großes Privileg ist.</p>
 
Fritz hatte mit seinem Verhalten im Grunde jede Frau der Welt  beleidigt und gleichzeitig allen, die sich jemals durch männliche  Anmachen und Übergriffe beschämt gefühlt haben, eine verbale Ohrfeige  verpasst. Ich wollte mir das nicht gefallen lassen. Meine Chefin sagte,  ich mache aus einer Mücke einen Elefanten, ich hätte ja auch einfach  gehen können. Aber das hatte ich die Jahre davor immer gemacht! Ich  hatte versucht, jeden Dreck zu ignorieren, hatte es mit freundlichen,  aber bestimmten Aufforderungen probiert und wiederholt mit meiner Chefin  über die Probleme gesprochen. Gebracht hatte es nichts! Durch eine  Bitte hatte Fritz nicht aufgehört, geschmacklose Witze zu machen und  durch Ignorieren hat er nicht aufgehört, Frauen in zwei Kategorien,  nämlich Nutte und braves Mädchen, einzuteilen. Und sicher würde ihn die  Apfelschorle nicht bekehren.
 
<p class="align-justify">„Fritz macht doch nichts, das ist doch nur dummes Gerede“, meinte  meine Chefin. Stimmte nur leider auch nicht: Ich selbst hatte gesehen,  wie er Lisa über die nackte Stelle am Rücken zwischen Top und Hosenbund  gefasst hatte. Als ich sie darauf angesprochen hatte, hatte Lisa damals  ziemlich resigniert gesagt: „Der Fritz hat mich schon ganz anders  angefasst.“ Auch da hatte unsere Chefin nichts gemacht. Denn sie  brauchte ihren Gast ja angeblich. Und wohl mehr als uns.</p>
 
<p class="align-justify">Eine andere Kollegin hatte mir einmal erzählt, dass ein anderer Gast  ihr, als sie sich zum Abräumen ein Stückchen über den Tisch gebeugt  hatte, Sekt über den Hintern gegossen hat. Kommentiert wurde das mit  einem langgezogenen „Geil!“.</p>
 
<p class="align-justify">Mehr als einmal hatte unsere Chefin gemerkt, dass ihr Personal von  ihren Gästen angefasst und belästigt worden war. Ihre Reaktion ging von  Ignoranz bis zu einem „Musst du dich nicht wundern, so, wie du angezogen  bist.“ Sie gab denen, die angegriffen wurden, die Verantwortung für das  Geschehene – nie denen, die angegriffen hatten.</p>
 
<p style="text-align: center; margin: 6ex 0 3ex 0; " class="align-justify">Ich habe gelernt, dass ich keinen Schutz erwarten darf</p>
 
<p class="align-justify">Es enttäuschte mich, von einer Frau so fallen gelassen zu werden. Ich  wollte und will mich nicht demütigen und beschämen lassen und meine  persönlichen Grenzen abgeben. Ich will nicht, dass Halbfremde über meine  Sexualität spekulieren und mich prüde nennen. Schon gar nicht will ich,  dass ich das alles wegstecken muss, weil ich dafür bezahlt werde,  freundlich zu Gästen zu sein. Es gibt Grenzen, und wenn die  überschritten werden, wehre ich mich. Vielleicht denkt meine Chefin,  diese Grenzen seien überflüssig.</p>
 
<p class="align-justify">Ich hatte sie eigentlich immer bewundert, weil sie auf sich alleine  gestellt im hinterletzten Dorf gegen alle Widerstände ihrer Nachbarn aus  einer Bauernwirtschaft ein gehobenes Restaurant gemacht hatte. Nach dem  Erlebnis mit Fritz war mir aber klar geworden, dass ihr Erfolg nicht  durch ehrliche Durchsetzungskraft, sondern durch Anbiederung entstanden  war.</p>
 
<p class="align-justify">Ich solle sie verstehen, hatte sie gesagt, sie lebe von dem  Restaurant. Aber gerade deswegen sollte man meinen, dass sie auch um die  Zufriedenheit ihrer Angestellten bemüht sein sollte. Ich war immer eine  loyale Angestellte gewesen. Ich hatte ihre Betriebsgeheimnisse bewahrt,  auch ihre privaten Geheimnisse, hatte auch außerhalb meiner  Arbeitszeiten im Interesse des Lokals gehandelt. Hatte versucht meine  Fähigkeiten so gut es möglich war, einzubringen. Doch als ich ihre  Loyalität gebraucht hätte, ließ sie mich im Stich.</p>
 
<p class="align-justify">Am Telefon sagte ich ihr schließlich, dass sie meinem Eindruck nach  nicht mehr hinter mir stünde. Mein Vertrauen zu ihr war erschöpft. Ich  zog die Konsequenz und kündigte.</p>
 
<p class="align-justify">Ich weiß nicht, was ich trauriger finden soll: Die Tatsache, dass es  noch Kerle wie Fritz gibt; dass es Frauen wie meine Ex-Chefin gibt, die  ihre Angestellten nicht schützen, wenn sie schon ihre eigenen Grenzen  nicht verletzt sehen. Oder dass auch eine Apfelschorle im Gesicht eines  solchen Typen nichts bringen wird.</p>
 
<p class="align-justify">Ich habe gelernt, dass ich keinen Schutz erwarten darf – oder nur  den, den ich mir selbst geben kann. Trotzdem bereue ich nicht, was ich  getan habe. Wegsehen bedeutet Unterstützen.<br /> Das ist auch der Grund, warum ich mein Erlebnis hier teile. Ich glaube,  was mir passiert ist, war kein Einzelfall. Für viele Studentinnen ist  Kellnern ein lukrativer Nebenjob. Und viele von denen trauen sich  vielleicht nicht, sich dann zu wehren, wenn sie unangemessen behandelt  werden. Ich könnte die Sache nun auf sich beruhen lassen. Aber ich  finde, dass das Thema so relevant ist, dass es sich mehr Leute bewusst  machen sollten.</p>
 
<p class="align-justify">Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiterinnen vor sexueller Belästigung  schützen! Es ist kein Zustand, dass der Arbeitgeber meine Rechte für ein  paar Euro verkauft, weil er Angst vor seinen Kunden hat. Es darf nicht  sein, dass ich für die Wahrung der eigenen Rechte mit Kündigung rechnen  muss.</p>
 
<p class="align-justify">Wir brauchen Arbeitgeber, die Verantwortung für ihr Personal  übernehmen und wir müssen schon Mädchen beibringen, dass es in Ordnung  ist, sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren, auch wenn das  „unfreundlich“ wirkt. Aber wir müssen auch Jungs und Männern beibringen,  gar nicht erst übergriffig zu werden. Und nur weil irgendwann früher  eine Berührung oder eine Bemerkung scheinbar geduldet war, muss das  heute nicht mehr so sein. Als Kellnerin wird man zwar auch fürs  Nett-Sein bezahlt, aber deswegen gebe ich meine persönlichen Grenzen ja  nicht am Restauranteingang ab. Doch diese Sicht teilen wenige.</p>
<p class="align-justify">&nbsp;</p>
<p class="align-justify">&nbsp;</p>
<p class="align-justify">Zum Thema : <link https://berlin.fau.org/text/sexismus-am-arbeitsplatz.pdf?lang=de - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">https://berlin.fau.org/text/sexismus-am-arbeitsplatz.pdf?lang=de</link></p>]]></content:encoded>
			<category>Allgemeines Syndikat</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 12 Dec 2014 18:23:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Lohn geprellt in der 'Mall of Shame'! </title>
			<link>https://libertaeres-netzwerk.org/news-und-termine/news-detail/datum/2014/11/28/lohn-geprellt-in-der-mall-of-shame/</link>
			<description>Quelle: https://berlin.fau.org/news/lohn-geprellt-in-der-mall-of-shame
Die &quot;Mall of...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="align-justify">Quelle: https://berlin.fau.org/news/lohn-geprellt-in-der-mall-of-shame</p>
<p class="align-justify">Die &quot;Mall of Berlin&quot; wurde im September diesen Jahres eröffnet und ist eine der drei größten Einkaufszentren der Hauptstadt. Der Protzbau am Leipziger Platz, der nach rbb-Angaben ca. eine Milliarde Euro gekostet haben soll, könnte nun in der Vorweihnachtszeit zum Symbol der gängig gewordenen Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen aus dem EU-Ausland werden. Ein Subunternehmen hatte Arbeiter aus Rumänien für schlappe sechs Euro Stundenlohn in dem Konsumgiganten schuften lassen und am Ende nicht mal diesen niedrigen Lohn vollständig an die Arbeiter bezahlt. Ein Teil der Arbeiter hat sich nun in der FAU Berlin organisiert, die nun schnell und entschlossen handeln wird um die ausstehenden Löhne zu erkämpfen!<br /> Die Kampagne auf facebook: https://www.facebook.com/mallofshame/ </p>
<p class="align-justify">Die Kollegen waren bereits bei der Beratungsstelle des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der von einer wachsenden Zahl von Beratungen für ArbeiterInnen aus Rumänien und Bulgarien spricht. Dort errechnete man, dass den Arbeitern durchschnittlich noch 2500 Euro zustehen würden. Auf ihren Lohn wartend, lebten sie in Baucontainern am Hinterausgang der Mall of Berlin. Nun sind die Container weg und die Arbeiter sind von Obdachlosigkeit bedroht.</p>
<p class="align-justify">Dieser Fall ist symptomatisch für die steigende Ausbeutung und Ausnutzung von ArbeiterInnen aus EU-Ländern, die für Niedrigstlöhne angeworben werden und dann nicht einmal vollständig ausgezahlt werden. Die FAU Berlin ruft ArbeiterInnen dazu auf, solche Zustände nicht hinzunehmen und sich in einer kämpferischen Gewerkschaft zu organisieren!</p>
<p class="align-justify"><b>Die FAU Berlin verurteilt die miserablen Arbeitsumstände und wird entschieden mit ihren neuen Mitgliedern für die ausstehenden Löhne kämpfen – und dies zur Not an allen erforderlichen und verantwortlichen Stellen!</b></p>
<b><br /></b>
<p style="text-align: center; "><b><i>Kommt zu den Kundgebungen:</i> </b></p>
 <b>24. - 28. Nov. | 11 - 18 Uhr | Mall of Berlin - Leipziger Platz 12 (S + U Potsdamer Platz)</b>

<b>Hintergrund: <link http://www.berliner-zeitung.de/berlin/auf-der-schattenseite-rumaenische-arbeiter-der--mall-of-berlin--verlangen-ihren-lohn,10809148,29117918.html _self external-link "Berliner Zeitung"></link></b><link http://www.berliner-zeitung.de/berlin/auf-der-schattenseite-rumaenische-arbeiter-der--mall-of-berlin--verlangen-ihren-lohn,10809148,29117918.html _self external-link "Berliner Zeitung">http://www.berliner-zeitung.de/berlin/auf-der-schattenseite-rumaenische-arbeiter-der--mall-of-berlin--verlangen-ihren-lohn,10809148,29117918.html</link>
]]></content:encoded>
			<category>Allgemeines Syndikat</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 28 Nov 2014 13:46:00 +0100</pubDate>
			
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